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Tipps gegen Rückenprobleme für Pflegende

Durch körperliche und seelische Belastungen können bei Pflegenden Angehörigen oft Rückenprobleme auftauchen. Eine ungünstige Arbeitshaltung kann sehr belastend für deine Wirbelsäule sein. Oft bemerkst du anfangs nichts oder nur wenig, doch die Schmerzen werden durch die tägliche Pflege immer stärker. Gezielte Maßnahmen können aber dazu beitragen Rückenproblemen vorzubeugen und den Rücken zu schützen.

Deinen Rücken schonen

  1. Besorge allem voran unbedingt ein höhenverstellbares Pflegebett mit einem Bettgalgen.
  2. Sehr hilfreich sind zusätzlich: Rutschbrett, Haltegürtel, Gleitmatte, Drehscheibe, Haltegriffe, Ein- und Aussteighilfen, Dusch- oder Badewannensitz, Badwannenlift
  3. Sind viele Treppen im Haus könnte dir ein Sitzlift helfen
  4. Wähle passende Schuhe für einen guten und sicheren Stand. Achte darauf, dass die Schuhe geschlossen sind und keine hohen Absätze haben. Ideal wäre eine rutschfeste Sohle.
  5. Stelle das Pflegebett immer auf die richtige Höhe ein.
  6. Achte auf die richtige Standposition
  7. Vergrößere deine Standfläche durch eine leichte Grätschhaltung der Beine und stelle die Fußspitzen leicht nach außen
  8. Gehe nun in die Knie und achte auf eine gerade Wirbelsäule!
  9. Ziehe deinen Angehörigen nah an dich heran. Hebe nun langsam und gleichmäßig an und richtige ihn auf. Die Kraft sollte dabei nicht aus deiner Wirbelsäule sondern aus deinen Beinen kommen.
  10. Lasse den Pflegebedürftigen aktiv mithelfen. Hilfreich hierbei ist zum Beispiel beim Anheben mitzuzählen (z.B.: “Eins, zwei, drei und hoch!”)
  11. Verwende das Handlungskonzept Kinästhetik zur Erleichterung der Mobilisation von Pflegebedürftigen - ohne Heben und Tragen.

Deinen Rücken stärken

Eine Kräftigung der Rückenmuskulatur kann zusätzlich helfen, bereits bestehende Rückenschmerzen zu lindern.

  1. Versuche dich in deiner Freizeit möglichst viel zu bewegen. Hier helfen auch schon leichte sportliche Aktivitäten wie spazieren gehen oder walken.
  2. Versuche auch gezielte Übungen für den Rücken zu machen wie zum Beispiel Gymnastik oder Rückenschule.
  3. Es reichen bereits ein paar Minuten täglich. Wichtig ist, dass dir die Bewegungsarten Spaß machen. Sorge für Abwechslung beim Bewegen und sei kreativ.

Deinen Rücken entspannen

Es reichen oft schon kleine Bewegungen um die Muskeln zu lockern. So wird dein Muskel besser durchblutet und warm - die Muskelspannung wird abgebaut.

  1. Strecke dich immer mal wieder und schiebe dein Becken dabei nach vorne.
  2. Stelle dich aufrecht hin und lasse zuerst den Kopf und dann den Oberkörper entspannt sinken bis du mit deinen Händen die Zehenspitzen berühren kannst.
  3. Kreise mit deinen Schultern nach vorne und nach hinten.
  4. Bei längerem Stehen ist die Fußwippe sehr angenehm. Stelle dich hüftbreit hin und deine Füße parallel zueinander. Rolle nun von den Fersen auf die Fußballen und wieder zurück. Dies fördert die Durchblutung deiner Beine.
  5. Stelle dich in Schrittstellung vor einen Tisch und stütze dich mit deinen Unterarmen ab. Nun beuge dein vorderes Bein im Knie und strecke dein hinteres Bein - so dehnst du deine Waden.
  6. Lege dich in Rückenlage auf den Boden und lege deine Beine auf einen Stuhl. Du solltest dabei eine 90° Beugung bilden. Bleibe so für circa 10 Minuten liegen, das entspannt die Muskulatur und die Bandscheiben.
  7. Lege dich in Rückenlage und stell deine beiden Beine auf. Lege deine Arme jeweils seitlich neben dem Körper ab, die Handflächen zeigen nach oben. Nun kippe die Beine langsam auf eine Seite und den Kopf in die andere Seite. Bleib für ein paar Sekunden so liegen und wechsle dann die Seiten.

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